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Die Gemeinde Røros entschied sich für biologische Abwasserreinigung mit verbesserter CO2-Bilanz

Donnerstag, 27. Juni 2013

NEWSFLASH: Die Kommunalverwaltung der auf der Welterbeliste der UNESCO verzeichneten norwegischen Stadt Røros hat sich bei der Modernisierung der kommunalen Abwasserreinigungsanlage anstelle eines chemischen Verfahrens für die moderne Biofilmtechnologie von Biowater Technology entschieden.

 

Für 10 Mio. NOK (ca. 1,3 Mio. Euro) wird die Gemeinde Røros ihre kommunale Kläranlage mit der Biofilmtechnologie von Biowater Technology aufrüsten. Die Lösung basiert auf den biologischen Reinigungsverfahren des Unternehmens mit beweglichen Biofilmträgern, die selbst unter arktischen Bedingungen funktionieren.

„Wir wollen uns zu einem nachhaltigen Reiseziel für Touristen aus der ganzen Welt entwickeln. Darum war es für uns nur natürlich, die umweltfreundlichste Technik für die Abwasseraufbereitung zu wählen“, erklärt Marit Gilleberg, Leiterin Technische Verwaltung.

Das Herzstück der Kläranlage sind zwei von Biowater entwickelte Bioreaktoren, die das Abwasser unter Einsatz der frei um die Reaktoren fließenden Bioelemente von darin gelösten organischen Substanzen reinigen.

Da die Gemeinde Røros wegen ihrer historischen Bedeutung für den Bergbau in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde und auch für Sportangler eine hohe Anziehungskraft besitzt, muss das abfließende Abwasser klar und sauber sein. Es ist für uns Ziel und Forderung zugleich, die Glomma, als den bedeutendsten Fluss Norwegens, so wenig wie möglich zu beeinträchtigen“, so Arnfinn Vestengen, Leiter der Anlage.

Die kalten Winter in Røros (mit Temperaturen von bis zu -40 °C), die sowohl die technischen Ausrüstungen als auch die lebenden Kulturen auf eine ernsthafte Probe stellen, sind hier die eigentliche Herausforderung. In den letzten Jahren haben die Auswirkungen des Klimawandels zu Schwankungen bei den Niederschlägen und Temperaturen geführt, die mitunter hohe Wasserbelastungen der Abflüsse und extreme Temperaturschwankungen zur Folge haben.

„Die gewählte Lösung funktioniert auch unter den neuen klimatischen Bedingungen. Das Verfahren nutzt in Norwegen entwickelte Bioelemente, die so ausgewählt wurden, dass die Klärwirkung auch unter schwierigen Bedingungen aufrecht erhalten wird. Mit dem Einsatz eines biologischen Verfahrens reduzieren wir den Einsatz von Chemikalien und reduzieren so unseren Gesamtausstoß an CO2 im Vergleich zu anderen Lösungen“, meint Herr Vestengen.

Die Kläranlage reinigt das allgemeine Abwasser mit einer Schmutzfracht von zirka 3.000 Einwohnerwerten (EW) sowie die Abwässer aus einem Schlachtbetrieb und einer Molkerei, die zusammen einen Klärbedarf von insgesamt 4.000 EW ergeben. Das biologische Verfahren ist für 10.000 EW ausgelegt.

„Wir sind sehr zufrieden mit der technischen Aufbereitungslösung, nicht zuletzt auch deshalb, weil der Prozess nun in einer geschlossenen Anlage erfolgt. Das hat auch zu neuen, besseren Arbeitsbedingungen für unser Bedienpersonal geführt. Auch der Aufbau der Anlage durch Biowater Technology erfolgte zu unserer vollen Zufriedenheit“, schließt Arnfinn Vestengen.